Umweltbewusster Leben mit zehn goldenen Regeln

Jeder Mensch hinterlässt einen ökologischen Fußabdruck – und der wird mit jedem Jahr größer. Nur gut, dass Themen rund um den Umweltschutz, wie der bewusste Umgang mit wertvollen Ressourcen, Müllvermeidung und Co. in der Gesellschaft immer präsenter werden. Wer sich mit dieser Thematik noch nicht näher befasst hat, oder sich weiter damit beschäftigen möchte, der sollte sich den Ratgeber „Der Konsumkompass“ von Katarina Schickling zu Gemüte führen.

Die Autorin hat sich auf die Suche nach Fakten gemacht – Fakten, die Konsumenten helfen, ihre Entscheidungen im Umgang mit Lebensmitteln, Energie, Verkehrsmitteln, Reisen, Kleidung, Kosmetika und im Umgang mit Müll zu überdenken. Belegt mit wissenschaftlichen Studien erklärt sie, welche Folgen zum Beispiel der beliebte Coffee to go nach sich zieht. Wer mit Pappbecher in der Hand durch die Gegend läuft, muss sich dieser Tage den ein oder anderen vernichtenden Blick gefallen lassen.

„Hätte ich nicht heute Morgen vorausschauend einen Thermobecher einpacken sollen? Der dann allerdings den Rest des Tages meine Handtasche vollkleckert, weil die Dinger ja selten wirklich dicht schließen“, gibt sich Schickling dem Gedankenspiel hin. Oder wären gar ein Porzellan- oder Kunststoff-Becher die bessere Wahl gewesen? Anhand verschiedener Studien arbeitet sich die Autorin durch die Getränke-to-go-Problematik und kommt schlussendlich zum Ergebnis: Pfandsysteme sind die Lösung. Doch was, wenn sich in der Umgebung ein Café findet, das ein solches System anbietet? Auch dieses Szenario bezieht Schickling in ihr Fazit mit ein und bietet ökologisch saubere Alternativlösungen an und erklärt gleichzeitig, was es beim Kaffeekonsum tunlichst zu vermeiden gilt.

Doch in Sachen Müll gibt es noch weitere große Problemfelder, die Schickling näher betrachtet: Gemüse in Plastikverpackungen, Arten von Einkaufstüten, die Sache mit dem Altpapier, Verpackungsarten, Einweg- oder Mehrwegflaschen und Kaffee-Kapselsysteme.

Auch in Sachen Verkehrsmittel und E-Mobilität lässt die Autorin keine Fragen offen. Wie umweltschonend sind die neuen Öko-Autos? Muss ich ein schlechtes Gewissen haben, wenn ich eine Flug- oder Schiffsreise unternehme? Und was ist die ökologisch beste Art zu reisen? Bevor sie am Ende ihres Ratgebers die zehn goldenen Regeln für ein nachhaltiges Leben aufzählt, deckt sie noch die Bereiche Strom und Energie, „richtiges“ essen und politisch korrekten Konsum ab. Wie lässt sich Strom sparen? Geht das Smartphone auch Grün? Muss ich alte Stromfresser wie Kühlschränke oder Gefriertruhen entsorgen? Ist bio tatsächlich besser und sind Veganer die besseren Menschen? Wer sind die schlimmsten Lebensmittelverschwender? Wie umweltbewusst ist Online-Shopping? Wie böse ist putzen? Kann man noch mit gutem Gewissen grillen – und wie? Ist das E-Book die umweltbewusstere Wahl gegenüber dem gedruckten Buch?

Alle diese Fragen und noch viele mehr beantwortet Autorin Katarina Schickling nachvollziehbar und ausführlich in ihrem Ratgeber „Der Konsumkompass“, der im mosaik-Verlag erschienen und für 20 Euro im Buchhandel erhältlich ist.

Text: Marina Liefke
Bild: Dingolfinger Anzeiger, 8. August 2020

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